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Einsatz im Gesundheitsdienst

Sie sind meist gerade erst 15 Jahre alt und strotzen vor Energie – und kommen nun vielleicht das erste Mal mit älteren, gebrechlichen und kranken Menschen in Kontakt. Wenn Praktikanten in einer Pflegeeinrichtung oder einem Krankenhaus arbeiten wollen, gibt es weitaus mehr als in den meisten anderen Branchen zu beachten.
Berufe in der Pflege können geistig und körperlich sehr anstrengend sein – das sollte den Schülerpraktikanten vorab klar sein, obwohl sie meistens sowieso nur zuschauen können. Auch wenn es, gerade in der Betreuung älterer Menschen oft stressig zugeht, sollten sich die jeweiligen Ansprechpartner länger Zeit nehmen, um über den Job und die Herausforderungen zu sprechen – nach Schichtende, aber auch zwischendurch, wenn besondere Situationen auftreten.
 
Gerade wegen des besonderen Umfelds gilt es, viele Vorschriften zu beachten, zum Beispiel, was erlaubte Arbeitsbereiche anbelangt: Des weiteren die Hygienevorschriften, aber auch, wie in vielen anderen Branchen, das Tragen schwerer Lasten. Vermeiden lassen wird sich letzteres nicht, vor allem, wenn es nur gelegentlich geschieht. Hilfreiche Tipps, wie sie rücken- und gelenkschonend Patienten hin- und herbewegen, sollten den Praktikanten erklärt und demonstriert werden – dafür muss vorab ausreichend Zeit einkalkuliert werden. Weitere Informationen können Sie dem Informationsblatt für Ärzte entnehmen.

Apropos Zeit vorab: Die Praktikanten sollten es zwar selber wissen. Sicherheitshalber müssten sie aber rechtzeitig vor Beginn kontaktiert und abgefragt werden, ob sie sich um die nötige Gesundheitsbescheinigung gekümmert und ihren Impfstatus überprüft haben. Am wichtigsten sind Impfungen gegen Kinderkrankheiten wie Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten und Windpocken sowie im Bedarfsfall gegen Hepatitis A (Behinderteneinrichtungen, Kinderstationen, Stuhllaboratorien) und B (speziell in Einrichtungen zur medizinischen Untersuchung, Behandlung und Pflege von Menschen und Betreuung von Behinderten). Nicht schaden kann unabhängig davon auch ein Schutz gegen Tetanus.
 

Was ist erlaubt und was nicht?

Erlaubt sind die folgenden Tätigkeiten:

  • Mithilfe beim An- und Auskleiden, Körperpflege, Betten machen (kein Kontakt mit Körperflüssigkeiten) und Vorbereiten von Bädern.
  • Mithilfe bei der Lagerung, Mobilisierung bewegungseingeschränkter Patienten.
  • Austeilen von Hilfsmitteln, Essen und Getränken.
  • Vorbereitung der Zimmer für Neuaufnahmen, Botengänge und Begleiten von Patienten zu Funktionsbereichen oder bei Spaziergängen.
  • natürlich Ansprechpartner sein.

Nicht erlaubt sind die folgenden T¨tigkeiten:

  • Arbeit mit direktem Kontakt zu Krankheitserregern.
  • Reinigung/Entsorgung von benutzten medizinischen Geräten. 
  • Tätigkeiten auf der unsauberen Seite von Desinfektions- und Sterilisationsabteilungen und Krankenhauswäschereien.
  • Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden (emotionale Überforderung).
  • Umgang mit Zytostatika, unkonfektionierten Arzneimitteln oder Narkosegasen.
  • Herstellung von Desinfektionsmittellösungen.
  • Stuhlassistenz in der Zahnheilkunde.
  • Arbeiten in der Pathologie, Histologie, Rechtsmedizin, medizinischen Laboratorien, in der Radiologie/Nuklearmedizin oder in der geschlossenen Psychiatrie.

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