Einsatz in der Landwirtschaft

Helfer sind in der Landwirtschaft immer willkommen. Doch allzu viel darf den Schülerpraktikanten nicht aufgebürdet werden, so wollen es die Gesetze. Schließlich soll der Nachwuchs ja auch für Berufe mit Biss und Kraft begeistert werden.

Die Arbeit in landwirtschaftlichen Gartenbau-Betrieben oder solchen mit Tierhaltung ist für viele der Jugendlichen – wenn nicht schon die Eltern einen Hof besitzen – eine neue Erfahrung, vor allem was die Größenordnungen angeht. Dabei verschätzen sie sich leicht, zum Beispiel was das Gewicht eines Strohballens angeht. Die generellen Vorschriften zum Bewegen schwerer Lasten gelten hier natürlich besonders: Mehr als regelmäßig zehn Kilogramm zu tragen ist nicht erlaubt, zudem dürfen sie nicht in einer erzwungenen Körperhaltung (etwa über Kopf) arbeiten.

Für solche Tätigkeiten gibt es schließlich Hilfsmittel. Apropos: Eine vorherige gründliche Einweisung in den Umgang mit Tieren oder den Maschinen, die für die Jugendlichen geeignet sind, ist Pflicht. Was zu letzterem nicht gehört sind solche Geräte, für die eine besondere Ausbildung oder ein Mindestalter nach den Unfallverhütungsvorschriften für das Bedienungspersonal vorgeschrieben ist, zum Beispiel Erdbaumaschinen oder Werkzeuge mit gegenläufig beweglichen oder umlaufenden Teilen sowie Hochdruckreiniger. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Umgang mit einigen chemischen Stoffen. Die letztgenannten Vorschriften gelten übrigens unabhängig davon, dass die Jugendlichen aus Sicherheitsgründen sowieso immer beaufsichtigt werden und nicht alleine auf dem Gelände arbeiten sollten.

Auch für die Arbeit mit leichten Geräten gibt es Vorschriften. So muss den Jugendlichen eine persönliche Schutzausrüstung gestellt werden, die mindestens aus Handschuhen (hilfreich auch, um Blasen und Schwielen zu vermeiden) und Sicherheitsschuhen bestehen sollte sowie einer Schutzbrille, wenn Äste abgetrennt werden müssen.

Auch wenn es keine Gefährdung im eigentlichen Sinn ist: Bei Arbeiten im Freien sollte den Praktikaten ein Insektenabwehrmittel gestellt werden, denn Stiche können ganz schön unangenehm sein. Vielleicht auch gefährlich, wenn diese aufgekratzt werden und Dreck in die Wunde kommt.