Ein echtes Wirtschafts-Praktikum

Ihr wollt die Arbeit in der Gastronomie kennenlernen? Mit Zutaten jonglieren, Teller balancieren und zwischen der Küche und den Tischen hin- und herspringen? Ihr seht – auch wenn man in der Gastronomie oft zirkusreife Fähigkeiten braucht:

Ein Kinderspiel ist der Job dort nicht.

Denn hier arbeitet man fast immer unter Zeitdruck, und gerade später am Abend kann zusätzlich die nachlassende Konzentration für die eine oder andere Unachtsamkeit sorgen. Und dann landet das Messer nicht in der Karotte, sondern im Finger. Und das ist nicht alles:

Achtung! Heiß und fettig!

Gastronomie
Gastronomie © Unfallkasse Hessen

Da sind die körperlichen Belastungen durch langes Stehen in gebückter Haltung, wenn ihr zum Beispiel Gemüse schneidet oder das Heben und Tragen schwerer Behälter. Hier muss euer Betreuer – und natürlich auch ihr selbst – streng darauf achten, dass ihr nicht überfordert werdet, denn nicht umsonst gibt es für diesen Bereich strenge Vorschriften, was zulässige Tragegewichte und vor allem Arbeitszeiten angeht. Aufpassen müsst ihr natürlich überall da, wo heißes Fett oder Wasser sind (und beides zusammenbringen geht schon mal gar nicht, aber das kennt ihr bestimmt aus dem Chemieunterricht) – klar, wie zuhause. Aber die Tätigkeit an einem dampfenden Herd oder an einer Spülmaschine oder einem Spülband birgt das Risiko, sich zu verbrennen oder zu verbrühen. Daneben kann die Hitze gerade in der warmen Jahreszeit dazu verleiten, auf die nötige – und leider zusätzlich schweißtreibende – Sicherheitskleidung und -schuhe zu verzichten. Bei den Schuhen solltet ihr immer dran denken, dass ihr so manchen Weg zurücklegt und es auch mal rutschig sein kann. 

Gesundheit!

Apropos Sicherheit: Wenn ihr Umgang mit Lebensmitteln habt, braucht ihr eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes, eine sogenannte Erstbelehrung, die das frühere Gesundheitszeugnis ersetzt. Dazu müsst ihr einen Termin beim Gesundheitsamt vereinbaren. Nach der Belehrung müsst ihr schriftlich erklären, dass euch nichts bekannt ist, was eine Tätigkeit mit Lebensmitteln verbieten würde, zum Beispiel eine ansteckende Krankheit. Direkt nach der Belehrung erhaltet ihr dann die Bescheinigung. Die Adressen, wo ihr hin müsst, erfahrt ihr hier: www.infektionsschutzgesetz.de

Achtung: rechtzeitig daran denken, denn nicht immer geht das von heute auf morgen. Und Personalausweis nicht vergessen, bzw. die Einverständniserklärung der Eltern für unter 16-Jährige.