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Unfallgefahren in Dienstleistungsbetrieben

Mit Menschen arbeiten ist euer Ding? Dann seid ihr vielleicht in den Berufen als Friseur, Koch oder im Pflegebereich besonders gut aufgehoben. Damit ihr eurem Traumberuf aber auch möglichst lange nachgehen könnt, solltet ihr ein paar Dinge beachten, um euch und euer Umfeld zu schützen.

Erklärfilm: Unfallgefahren in Dienstleistungsbetrieben

 

Friseur

Ihr brennt für euren Berufswunsch Friseur? Sehr gut – aber nur im übertragenen Sinn. Denn mit brennenden Händen, wegen den oft eingesetzten und nicht besonders hautfreundlichen Substanzen, kommt ihr nicht weit. Jedes Jahr müssen tausende Jugendliche ihre Ausbildung abbrechen, weil sie sich eine Allergie zugezogen haben. Nur die wenigsten Allergien sind übrigens angeboren! Dabei sind neben den Friseurazubis auch Bäcker wegen des Mehlstaubs besonders gefährdet.

Zumindest gegen Reaktionen der Haut könnt ihr aber etwas tun: Handschuhe tragen zum Beispiel. Auch wenn es unangenehm ist, solltet ihr sie in der für euch richtigen Größe benutzen, die euch euer Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Achtet dabei aber darauf, keine Ringe darunter zu tragen, denn diese können die Handschuhe zum Einreißen bringen und es können sich leicht Keime unter dem Schmuck festsetzen. Zudem solltet ihr sie nicht allzu lange am Stück tragen und gerade die Einmalhandschuhe – wie der Name sagt – auch nach einmaligem Gebrauch wegwerfen.

Mehr Tipps findet ihr übrigens unter Was muss ich beachten... im Umgang mit chemischen Stoffen.

Habt ihr‘s gewusst?
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und bedeckt eine Fläche von bis zu zwei Quadratmetern. Ihr Gewicht macht etwa ein Sechstel des Körpergewichts aus. Zu den Aufgaben der Haut zählen unter anderem die Regulierung des Wärmehaushalts des Körpers und der Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen – dabei ist sie nur wenige Millimeter dick und reagiert sehr empfindlich.

Pflege

Ihr seid voll fit und wisst genau, was euch gut tut? Ganz so leicht ist es aber nicht immer, vor allem in der Pflege. Denn was da dem einen gut tut, kann für den anderen schlecht sein – nicht umsonst braucht man für die pflegerischen und medizinischen Berufe eine lange und gründliche Ausbildung. Bei einem Praktikum sind deshalb bestimmte Aufgaben für euch tabu. Dazu zählen auch viele Aufgaben, die in bestimmten Bereichen anfallen, in denen besonders kranke Patienten oder Frischoperierte liegen.

Doch zum Glück ist euch auch einiges erlaubt, insbesondere unter Aufsicht. Zudem solltet ihr immer nachfragen, wenn euch etwas unklar ist, zum Beispiel, welches Tablett für welchen Patienten bestimmt ist, denn schon das falsche Essen kann Folgen haben. Das gilt natürlich viel mehr noch, wenn ihr auch Medikamente verteilen sollt. Macht das aber auch nur, wenn eine ausgebildete Fachkraft dabei ist. Und dann ist wirklich alles fit!

In der Pflege gibt es übrigens noch einige weitere Punkte zu beachten, vor allem in puncto Impfung, damit auch ihr geschützt seid. Die Punkte findet ihr hier unter Was muss ich beachten... im Gesundheitsdienst.

Gastronomie

Hier ein bisschen Wasser kochen, da ein wenig Gemüse schnippeln – das ist schon seit Jahren genau euer Ding? Prima, wenn Kochen eure Leidenschaft ist. Damit euer Hobby keine Leiden schafft, solltet ihr bei einem Praktikum in einer Großküche aber erst mal auf kleiner Flamme kochen.

Denn viele Abläufe und Geräte sind doch deutlich anders als bei euch zuhause. Die meisten Töpfe sind viel schwerer und Herde und Rührer leistungsstärker. Den Umgang mit ihnen solltet ihr euch gut zeigen lassen, vor allem mit Dingen wie einem Fleischwolf oder ähnlichen Zerkleinerern, in die die Lebensmittel nur in vernünftigen Portionen und mithilfe von Drückern gesteckt werden – ihr wollt ja schließlich nicht eure Finger hacken, oder? Zudem geht es vor allem in Lokalen hektischer zu und der ungewohnte Stress kann euch anfälliger für Verletzungen machen, zum Beispiel, wenn ihr zu schnell lauft und ausrutscht oder eure Finger am heißen Wasser oder Fett verbrennt.

Weitere Tipps, damit euer Praktikum klappt und das Sahnehäubchen eurer Berufsfindungsphase wird, gibt es unter Was muss ich beachten... in der Gastronomie.


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