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Sei schlau, geh zum Bau…

Ihr seid für euer Praktikum auch mal auf einer Baustelle? Sicher spannend. Aber seid ihr auch entsprechend gesichert?

Kleiderordnung

Da wäre zum einen die Kleidung: Helm ist Pflicht, ebenso Schuhe mit speziellen Kappen als Schutz für die Zehen und extra stabiler Sohle. Denn nicht immer kommt alles Gute von oben. Zum anderen sind auch Handschuhe fürs Anpacken bei handwerklichen Tätigkeiten nützlich – das alles muss euch der Betrieb stellen. Nicht vergessen dürft ihr zudem Schutzbrillen und Atemschutzmasken gegen Staub, wenn irgendwo was abgebrochen werden muss und ihr zuschauen dürft. 

Baustelle
Baustelle © Unfallkasse Hessen

Nicht vom Weg abkommen!

Noch mehr als auf einem normalen Betriebsgelände müsst ihr auf Baustellen auf euren Weg achten. Bei Treppen müsst ihr noch mehr aufpassen, denn oft kommt es vor, dass die Treppengeländer auf der Baustelle recht wacklig sind und wenig Halt bieten.

Tipp: Wenn ihr schwere Dinge über mehrere Stockwerke tragen müsst, bittet einen Kollegen um Hilfe.

Achtet bei Arbeiten auf höher gelegenen Flächen darauf, dass ihr nur dort geht und steht, wo es sicher und erlaubt ist. Wenn euch nicht wohl bei der Sache ist, dann sprecht euren Betreuer an! Das gilt übrigens auch für den Umgang mit Leitern. Dafür gibt es sogar spezielle Vorschriften, in welchem Winkel sie maximal an die Wand o.ä. angelehnt werden dürfen, wie hoch sie über den Arbeitsbereich hinaus ragen müssen und wie viel Gewicht man maximal mit nach oben nehmen darf, um noch sicher arbeiten zu können.

Was ist erlaubt und was nicht?

Erlaubt sind die folgenden Tätigkeiten:

  • Klar kann es sein, dass ihr mal auf eine Leiter klettern müsst – beachtet dabei aber die Tipps, wie ihr sie sicher aufstellt und euch darauf bewegt.
  • Zuschauen, wenn an der Elektrik gearbeitet wird, lernen – und immer gespannt aufpassen, was genau getan wird.
  • Tätigkeiten bei denen die Temperaturen und Bedingungen nicht so angenehm sind. Aber wenn ihr die entsprechende Schutzkleidung anhabt und nicht ausschließlich dort sein müsst, kein Problem.
  • Etwas sichern ist immer gut – allerdings dürft ihr das nur in eurem persönlichen Arbeitsumfeld tun. Die Verantwortung für die Sicherung anderer darf man euch noch nicht auftragen.
  • Sicher muss man im Beruf mal schwer tragen – doch gerade auf Baustellen gibt es dafür viele Hilfsmittel. Und das nicht umsonst...
  • Und vor allem dürft ihr den Einblick in die Jobs in diesem Umfeld nutzen, um an eurer eigenen Zukunft zu bauen!

Nicht erlaubt sind die folgenden T¨tigkeiten:

  • Gefährliche Arbeiten, wie Gerüstbau, auf Dächern und/oder Schornsteinen sowie Abbruch- oder Schachtarbeiten.
  • Arbeiten in elektrischen Betriebsräumen und an Anlagen, die unter Spannung von mehr als 24 Volt stehen.
  • Arbeiten in einer besonders heißen, kalten oder nassen Umgebung oder wo es besonders laut ist und es viele Erschütterungen gibt.
  • Arbeiten an Maschinen, für die man eine besondere Ausbildung/Mindestalter braucht – und ansonsten nur nach vorheriger gründlicher Einweisung.
  • Verboten sind auch Sicherungsaufgaben im Straßen-/Gleisbau.
  • Heben und Tragen von Gegenständen, die schwerer als 10 Kilogramm sind (Material-Säcke, Steine, Maschinen).
  • Arbeiten über Kopf.
  • Arbeiten auf Baustellen, für die man Sicherheitsgeschirre, Haltegurte oder Atemschutz zwingend benötigt.
  • Arbeiten deutlich über der Erde, zum Beispiel in Fassadenkörben oder auf Hubarbeitsbühnen.

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