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Handel ist Wandel

Ihr wollt in eurem Praktikum mal so richtig handeln und die Welt bewegen? Dann solltet ihr auch bei der Arbeit in einem Laden oder einem Lager einiges beachten, damit ihr euch keine Probleme einhandelt.

Da wären zum einen die Ratschläge, die eigentlich für viele Berufe gelten: möglichst abwechslungsreich sollte es sein, Stehen, Sitzen und Herumlaufen im Wechsel schützt vor einseitiger Belastung.

Einer trage des anderen Last...?

Handel
Handel © Unfallkasse Hessen

Handeln bedeutet meistens nicht nur verkaufen sondern auch auspacken, lagern, transportieren und einräumen in Verkaufsregale. Zum Beispiel im Baumarkt: Dort findet ihr zudem auch noch Maschinen wie Plattensägen und häufig auch Fahrzeuge wie Gabelstapler, Handhubwagen oder Hubwagen mit Antrieb. Klar, dass ihr da besonders aufpassen müsst, egal ob ihr einen Hubwagen selber bedient oder sich euer Weg mit einem Gabelstapler kreuzt. Wie überall gibt es darüber hinaus auch dort viele – euch noch unbekannte – Dinge, die oft im wahrsten Sinn des Wortes für euch noch zu schwer sind. Denn maximal 10 Kilogramm sind als Last in eurem Alter gerade noch okay, aber natürlich nicht auf Dauer, schließlich macht ihr ja nicht ein Praktikum als Packesel, sondern wollt viel lernen. Zudem gibt es insbesondere in Lagern weitere technische Hilfsmittel für den Transport, das Aus- und Verpacken und das Zusammenstellen von Waren. In diese Aufgaben müsst ihr zuvor eingewiesen worden sein. Übrigens passieren viele Unfälle mit den Messern beim Auspacken, auch dafür gibt es spezielle Karton-Messer, mit denen man sich eigentlich nicht mehr schneiden kann.

Schuhe - für Hand und Fuß

Apropos Hilfsmittel – ihr braucht entsprechende Schutzkleidung, sei es gegen Kälte, wenn ihr ab und zu etwas ins Kühllager bringen müsst, gegen Nässe oder auch gegen Hitze, wenn ihr an einem Verkaufsstand im Freien helft. Zur persönlichen Schutzausrüstung zählen natürlich fast überall Arbeitshandschuhe und Sicherheitsschuhe. Selbst in Verkaufsräumen muss man mal ein paar Stufen laufen, auf eine Leiter klettern (oder ein Kunde tritt dir mal auf die Zehen), daher sind auch hier Sandalen, Flip-Flops oder Pumps nicht das richtige Schuhwerk.

Mit dem Tragen von Handschuhen kann man seine Haut gut schützen. Besonders bei Arbeiten, bei denen viel Feuchtigkeit freigesetzt wird, zum Beispiel im Blumenladen.

Dabei solltet ihr auf Fingerschmuck verzichten, denn unter Ringen können sich leicht Keime oder Chemikalienreste festsetzen, zudem können sie die Handschuhe einreißen. Wenn ihr Handschuhe tragen müsst (natürlich nur auf trockenen und sauberen Händen), solltet ihr darauf achten, dass das nicht zu lange ist – also auch hier ist wieder Abwechslung gefragt. Apropos Abwechslung: Einmalhandschuhe heißen nicht ohne Grund so, denn ihre Schutzeigenschaften gehen schnell verloren, wenn sie mehrfach benutzt werden.

Zeigt her eure...Hände

Während der Arbeit solltet ihr zudem zu häufiges Waschen vermeiden, beziehungsweise lieber Händedesinfektionsmittel verwenden, weil diese rückfettende Substanzen enthalten. Wenn das nicht möglich ist, dann benutzt milde, hautneutrale (pH 5,5) und unparfümierte Waschlotion und am besten Einmalhandtücher zum Abtrocknen. Und vergesst danach nicht, euch einzucremen.

Schaut euch einfach mal am Arbeitsplatz um, häufig stehen dort schon die entsprechenden Mittel bereit.

Was ist erlaubt und was nicht?

Erlaubt sind die folgenden Tätigkeiten:

  • Wenn ihr mal auf eine Leiter müsst, um etwas aus einem Regal zu holen: beachtet die Tipps, wie ihr sie sicher aufstellt und euch darauf bewegt.
  • Tätigkeiten bei denen die Temperaturen und Bedingungen nicht so angenehm sind. Aber wenn ihr die entsprechende Schutzkleidung anhabt und nicht nur dort sein müsst, kein Problem.
  • Sicher muss man im Beruf mal schwer tragen - doch gerade in Lagern und im Handel gibt es dafür viele Hilfsmittel. Und das nicht ohne Grund...
  • Und vor allem dürft ihr den Einblick in die Jobs in diesem Umfeld nutzen, um zu erfahren, ob es sich dabei um eure Zukunft handeln könnte!

Nicht erlaubt sind die folgenden T¨tigkeiten:

  • Dauerhaft Arbeiten in einer besonders heißen, kalten oder nassen Umgebung oder wo es besonders laut ist, kurzzeitig mit Schutzausrüstung ist es aber möglich.
  • Arbeiten an Maschinen, für die man eine besondere Ausbildung / Mindestalter braucht wie zum Beispiel an Sägen, Pressen oder Zerkleinerungsmaschinen- und ansonsten nur mit vorheriger Einweisung.
  • Heben und Tragen von Gegenständen, die schwerer als 10 Kilogramm sind.
  • Mit Gefahrstoffen umgehen (dazu zählen auch Kraftstoffe an Tankstellen).
  • Mit gefährlichen Tieren umgehen (zum Beispiel im Zoohandel).

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