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Im Märzen der Bauer...

Ihr erntet gern die Früchte für eure harte Arbeit? Seid die Helden des Dschungels und habt so viel Energie, dass ihr Bäume ausreißen könnt? Dann wisst ihr sicher schon, mit welchen Pflanzen nicht gut Kirschen essen ist und wo ihr auf der (Finger-)Hut sein müsst?

Säge nicht an dem Ast, auf dem du sitzt.

Beim Umgang mit Pflanzen sind Handschuhe fast immer hilfreich. Aber auch eine Schutzbrille kann manchmal nicht schaden, wenn ihr mit einer Gartenschere dickere Zweige abknipst, die manchmal unter Spannung stehen. Wenn ihr auf Leitern steigt, sollte die Leiter immer sicher aufgestellt sein – denn wenn ihr runterfallt, heißt es ganz sicher nicht: Alles Gute kommt von oben. Aber keine Sorge: Das nötige Material für euren Schutz muss euch der Betrieb stellen.

Tierisch

Das gilt umso mehr für den Umgang mit Tieren. Handschuhe sind immer gut, allein schon, wenn ihr einen Stall ausmistet - zum einen, damit kein Dreck in offene Wunden kommen kann, zum Beispiel in kleine Blasen, die ihr euch durch die ungewohnte Tätigkeit geholt habt und erst recht, wenn ihr ein Tier anfassen müsst. Damit schützt ihr euch vor Kratzern und Bissen, denn jedes ansonsten noch so liebe Tier kann auch mal unerwartet reagieren. Deshalb geht nicht allein in Boxen oder Ställe und fragt nach, wie man mit den Tieren umgehen muss.

Gartenbau
Gartenbau © Unfallkasse Hessen

Überhaupt kann so manches in der Landwirtschaft unberechenbar sein. Stroh ist zwar eigentlich leicht – doch in einem Ballen können schnell einige Kilo zusammenkommen. Vorsicht also, wenn die Ballen transportiert werden – aber dass man sich nicht hinter einem arbeitenden Traktor oder anderen großen Maschinen aufhält oder darauf herumturnt, dürfte ja klar sein, oder?

Bienen-Stich

Auch wenn es keine Gefährdung im eigentlichen Sinn ist: Nutzt bei Arbeiten im Freien ein Insektenabwehrmittel, denn Stiche können ganz schön unangenehm sein. Und vielleicht doch gefährlich werden, wenn ihr sie aufkratzt und Dreck in die Wunde kommt. Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. Mit geschlossener Kleidung könnt ihr euch schützen, auch wenn das im Sommer manchmal lästig ist.

Was ist erlaubt und was nicht?

Erlaubt sind die folgenden Tätigkeiten:

  • Mal schauen, wo unsere Lebensmittel eigentlich herkommen, einen der ältesten Berufe kennen lernen.
  • Landluft schnuppern.
  • Macht zwar meist weniger Spaß, aber Stallausmisten ist durchaus drin, wenn es nicht die einzige Aufgabe ist. Ihr wollt ja schließlich nicht den Beruf als Stallausmister kennenlernen, sondern viel mehr.
  • Klar muss man auch mal richtig anpacken – doch oft gibt es dafür Hilfsmittel und gute Tipps von Kollegen für einen körperschonenden Einsatz.
  • Und deshalb am besten immer im Team arbeiten.

Nicht erlaubt sind die folgenden T¨tigkeiten:

  • Arbeiten mit Tieren, bei denen ihr möglicherweise mit Krankheitserregern in Kontakt kommt.
  • Arbeiten mit wilden oder unberechenbaren Tieren.
  • Betreten von Tierboxen oder Ställen ohne Erlaubnis und Anleitung.
  • Reiten ist erstmal nicht erlaubt, kann aber im Einzelfall zugelassen werden.
  • Arbeiten im Freien ohne entsprechenden Schutz (Wetterschutz, Sonnenschutz).
  • Körperlich schwere Arbeiten, Heben von Gewichten über 10 Kilogramm.
  • Arbeiten an Maschinen, die eine besondere Ausbildung/Mindestalter erfordern.
  • Arbeit mit Gefahrstoffen wie Spritzmitteln oder Dünger.
  • Alleine arbeiten – denn so gibt es weder Betreuung noch schnelle Hilfe im Notfall.

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