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Ach, die lieben Kleinen...

Das ist doch kinderleicht, das ist ein Kinderspiel, heißt es umgangssprachlich nur allzu oft. Wer aber ein Praktikum in einem Kindergarten oder einer Kita machen möchte, sollte sich im Klaren sein, dass diese Berufe nicht immer Kindergarten sind, sondern geistig und körperlich sehr anstrengend sein können.

Lasst euch also gut zeigen, wie man mit den Kindern am besten umgeht, sodass die Nerven geschont werden. Und auch wie man rückengerecht arbeitet, wenn ihr die lieben Kleinen tragen müsst.

Vorsicht! Ansteckungsgefahr!

Und dann wäre da noch was, nämlich die Krankheitserreger. Klar, ein leichter Husten oder Schnupfen macht euch wenig aus – aber gerade wenn ihr mit Kindern arbeitet, solltet ihr sämtliche Hygieneregeln beachten: Hände waschen und desinfizieren, benutzte Taschentücher nicht offen herumliegen lassen und beim Niesen die Hand vor den Mund halten und danach waschen. Gerade Kinder werden ja öfter krank – die Gefahr, viele andere noch anzustecken, solltet ihr aber nicht noch verstärken. 

Im Umgang mit Kindern
Im Umgang mit Kindern © Unfallkasse Hessen

Masern oder Mumps sind kein harmloser Kinderkram.

Apropos Ansteckungsgefahr. Bevor in einer Kita ein Praktikum beginnt, solltet ihr euch beim Arzt untersuchen lassen, wie es denn um euren Immunschutz hinsichtlich Mumps, Masern und Röteln (MMR) sowie Keuchhusten bestellt ist, da ihr einen regelmäßigen direkten Kontakt zu Kindern habt. Lasst euch in jedem Fall vorher über die möglichen Infektionsrisiken aufklären. Vielleicht habt ihr bereits die Kinderkrankheiten überstanden und seid dadurch auch immun. Wenn nicht, könnt ihr euch dagegen impfen lassen. Sollte eine der genannten Krankheiten übrigens in eurer Einrichtung ausgebrochen sein, dürft ihr dort nicht mehr eingesetzt sein. Um euch vor Infektionen zu schützen, müsst ihr die Kinder auch nicht auf die Toilette begleiten oder Windeln wechseln

Übrigens...

Unabhängig davon, ob ihr ein Praktikum absolviert oder nicht, eine Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) ist immer empfehlenswert. Denn es kann euch überall mal passieren, dass ihr eine offene Wunde habt und die gefährlichen Bakterien darüber in euren Körper eindringen können.

Was ist erlaubt und was nicht?

Erlaubt sind die folgenden Tätigkeiten:

  • Mithilfe beim An- und Auskleiden sowie der Körperpflege und Vorbereiten von Bädern.
  • Austeilen von Essen und Getränken.
  • Bei Ausflügen dabei sein.
  • Und natürlich Ansprechpartner und Spielgefährte sein.

Nicht erlaubt sind die folgenden T¨tigkeiten:

  • Arbeit mit direktem Kontakt zu Ausscheidungen.
  • Heben und Tragen von Gewichten, die schwerer als 10 Kilogramm sind.
  • Allein die Aufsicht für größere Gruppen übernehmen.

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