Navigation:

Das Werkzeug und die Maschinen sicher im Griff

In eurem Praktikumsbetrieb steht eine große Presse – und eine richtig laute Kreissäge? Cool. Dann steht eurem Meisterstück ja nichts mehr im Wege – doch halt, einfach so draufloswerkeln geht auch nicht...

Gewusst wie...

Gerade in Werkstätten passieren viele Unfälle - insbesondere Neulingen. Aber einer der Ausbilder oder euer Praktikumsbetreuer hat euch hoffentlich schon informiert, was ihr beachten müsst im Umgang mit den Geräten, die ihr nutzen dürft?

Bei der Holzbearbeitung können beispielsweise sogenannte Zerspanungskräfte wirken. Es kann passieren, dass ihr dadurch das Werkstück nicht mehr halten könnt  – oder eure Hand plötzlich nach vorne rutscht, weil sich die Kräfte verringern. Zudem kann immer mal ein Stück absplittern und durch die Luft fliegen – gut, wenn ihr deshalb eine Schutzbrille aufhabt. Bevor es an die Maschinen geht, solltet ihr eine gründliche Einweisung erhalten haben. 

Schutzausrüstung

Werkstatt
Werkstatt © Unfallkasse Hessen

Apropos Finger: Ringe oder Armbänder sind ja ganz schön – aber in einer Werkstatt kann man damit leicht irgendwo hängen bleiben. Das gilt auch für weite, flatternde Ärmel, Schals oder lange Haare, die schnell mal in eine Maschine geraten können. Also: lieber weg legen und die Haare zusammenmachen. Als Schutz gegen den häufig herrschenden Lärm helfen Haare vor den Ohren eh relativ wenig – viel besser sind da Ohrstöpsel oder ein noch stärkerer Gehörschutz. Denn selbst wenige Minuten ohne entsprechenden Schutz in der Nähe einer Flex reichen aus, um das Ohr für den ganzen Tag zu überfordern, sodass es sich erholen muss. Doch keine Sorge, die Stöpsel stellt euch der Chef in ausreichender Anzahl. Und, da wir grade beim Thema sind: Sicher aufgestellt im wahrsten Sinn des Wortes seid ihr auch mit speziellen Schuhen. Im Arbeitsumfeld gibt es verschiedene – eure müssen mindestens eine Schutzkappe vorne an den Zehen haben. Wenn ihr zusätzlich auf Baustellen unterwegs seid, müssen sie noch stabiler sein und eine sogenannte durchtrittsichere Sohle haben.

Wer sichere Schritte tun will, muß langsam gehen.

Apropos: Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle sind die häufigste Unfallursache bei Arbeitnehmern in diesem Bereich. Achtet also unbedingt auf den Boden, nicht umsonst sind dort oft Warnklebebänder angebracht, die auf Unebenheiten aufmerksam machen. Wenn ihr Treppen steigt, solltet ihr den Handlauf benutzen. Und natürlich darauf achten, dass beim Tragen von Gegenständen diese nicht so hoch aufgestapelt sind, dass sie eure Sicht einschränken.

Nicht unter Strom stehen!

Werkstatt
Werkstatt © Unfallkasse Hessen

So, ihr habt euch nun richtig sicher angezogen und seid heil am Arbeitsplatz angekommen? Dann heißt es aber nicht einfach "Maschine los!". Zuerst muss man prüfen, ob das gewählte Gerät überhaupt das richtige für den geplanten Einsatz ist. Und dann, ob alle Anschlussleitungen, Steckvorrichtungen, beweglichen Teile und Schutzabdeckungen sowie das Gehäuse vorhanden und in Ordnung sind. Denn es gibt viele äußere Einflüsse, die die Sicherheit beeinflussen können, zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit, extreme Temperaturen oder wenn die Geräte zuvor heruntergefallen sind. Ihr habt einen Schaden entdeckt? Dann bringt das Gerät zu einem geeigneten Ansprechpartner – auf keinen Fall dürft ihr es benutzen oder gar selbst versuchen zu reparieren. Das ist nämlich ausschließlich Aufgabe einer Elektrofachkraft.

Was ist erlaubt und was nicht?

Erlaubt sind die folgenden Tätigkeiten:

  • Zuschauen, wenn an der Elektrik gearbeitet wird, lernen – und immer gespannt aufpassen, was genau getan wird.
  • Tätigkeiten draußen oder in Räumen, in denen die Temperaturen und Bedingungen nicht so angenehm sind. Aber wenn ihr die entsprechende Schutzkleidung anhabt und nicht nur dort sein müsst, kein Problem.
  • Mal was mit einer Handsäge bearbeiten, hämmern oder mit einem Akkuschrauber umgehen – das macht Spaß und ist, wenn man den gesunden Menschenverstand walten lässt, auch nicht zu gefährlich.
  • Sicher muss man im Beruf mal schwer tragen – doch gerade in Werkstätten und auf Baustellen gibt es dafür viele Hilfsmittel. Und das nicht umsonst...

Nicht erlaubt sind die folgenden T¨tigkeiten:

  • Gefährliche Arbeiten in elektrischen Betriebsräumen und an Anlagen, die unter Spannung von mehr als 24 V stehen.
  • Arbeiten in einer besonders heißen, kalten oder nassen Umgebung oder wo es besonders laut ist und es viele Erschütterungen gibt.
  • Arbeiten an Maschinen, für die man eine besondere Ausbildung/Mindestalter braucht.
  • Heben und Tragen von Gegenständen, die schwerer als 10 Kilogramm sind oder Arbeiten über Kopf.

Zur Navigation dieser Seite
Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen